1. Hauptnavigation
  2. Navigation der aktiven Seite
  3. Inhalt der Seite
Landkreis Meißen
Kontakt | Datenschutzerklärung | Impressum | Sitemap

Pressemitteilungen

  vorherige Meldungnächste Meldung Pfeil nach rechts

13.01.2020 - Arbeits- und Gesundheitsförderung optimal verzahnt

Arbeits- und Gesundheitsförderung optimal verzahnt

Kooperation zwischen gesetzlichen Krankenkassen und dem Jobcenter des Landkreises Meißen wird fortgeführt

Die gesetzlichen Krankenkassen kooperieren bereits seit Dezember 2016 mit zahlreichen Jobcentern und Arbeitsagenturen in allen Bundesländern, um die Arbeits- und Gesundheitsförderung systematisch zu verzahnen. In Sachsen gibt es derzeit insgesamt 17 solcher Kooperationen.

Personen unterzeichnen Vereinbarung

Volker Wünsche und Susann Lenz unterzeichneten kürzlich die Kooperationsvereinbarung zur weiteren Zusammenarbeit

Die bestehende Vereinbarung zwischen dem Jobcenter des Landkreises Meißen und der AOK PLUS wurde nun aufgrund der erreichten Ergebnisse und sehr erfolgreichen Arbeit vor Ort für weitere zwei Jahre bis Ende 2021 verlängert.

Anhaltende Arbeitslosigkeit ist nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor. Rund 35 Prozent der Arbeitssuchenden, die Anspruch auf Grundsicherung haben, leiden unter teilweise gravierenden gesundheitlichen, vor allem psychischen Beeinträchtigungen. Zudem erschweren gesundheitliche Einschränkungen die berufliche Eingliederung. Diesen Kreislauf wollen die Krankenkassen gemeinsam mit dem kommunalen Jobcenter durchbrechen und Strukturen entwickeln, um die Präventionsangebote für Arbeitslose leichter zugänglich zu machen. „Die Inanspruchnahme von präventiven Angeboten der Krankenkassen ist auch für erwerbslose Menschen wichtig. Leider fällt es ihnen oft schwer, den Weg dorthin zu finden.“, sagt Susann Lenz, Leiterin des Jobcenters. „Wir versuchen daher individuell, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und mit eigenen Präventionsangeboten in die Lebenswelt der Arbeitslosen zu gehen“.

Neben der persönlichen Beratung zur Arbeitssuche führen speziell geschulte Mitarbeiter des Bildungs- und Aktivierungszentrums im Jobcenter mit den Teilnehmern ziel- und gesundheitsorientierte Gespräche. Wer Interesse zeigt, kann an eigens für diese Zielgruppe entwickelten kostenlosen Präventionskursen teilnehmen. Dabei steht vor allem die Stärkung der Selbstverantwortung für die Gesundheit im Vordergrund. Es geht zum Beispiel um Stressbewältigung, gesunde Ernährung und Bewegung. Ziel ist es auch, die von den Erwerbslosen als belastend empfundene Lebenssituation besser zu meistern. Zugleich soll ihnen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begleitet die Aktivitäten der Krankenkassen im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages. Sie übernimmt die bundesweite Projektkoordination, unterstützt die Standorte und die federführenden Krankenkassen in den Regionen. Die Mittel der gesetzlichen Krankenversicherung für das Projekt werden aus dem Budget getragen, welches die Krankenkassen der Bundeszentrale für Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten zur Verfügung stellen.

Aus Sicht des kommunalen Jobcenters ist dies eine gute Möglichkeit, die den Ansatz in der Gesundheitsvorsorge für Erwerbslose sehr gut ergänzt und eine Weiterentwicklung maßgeblich unterstützt.

„Die Gesetzlichen Krankenkassen und ihre Kooperationspartner gehen damit gemeinsam noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zu, denn ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. So tragen wir dazu bei, eines der zentralen Ziele des Präventionsgesetzes zu erfüllen“, sagt Volker Wünsche, Regionalgeschäftsführer der AOK PLUS.

 

Service